Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hat sich Anfang März in Berlin erneut für eine bessere Steuerung der Patientinnen und Patienten bei der Inanspruchnahme medizinischer Leistungen ausgesprochen – und zwar sowohl im Notdienst als auch in der Regelversorgung. Über geeignete Konzepte, welche Arztgruppen für welche Patienten die Koordination der Behandlung übernehmen sollen, will die KBV Anfang Mai in einer Klausurtagung beraten. Um die Notaufnahmen von denjenigen Patienten zu entlasten, deren Beschwerden auch zu den regulären Sprechzeiten in den Praxen behandelt werden könnten, forderte die KBV-Vertreterversammlung den Ausbau und die angemessene Finanzierung einer verpflichtenden standardisierten Ersteinschätzung unter der bereits etablierten Telefonnummer 116117. Auch in der Regelversorgung müsse sichergestellt werden, dass die Menschen mit ihren jeweiligen gesundheitlichen Anliegen schneller und zielgerichteter an die Stelle gelangten, wo sie am besten versorgt werden, forderte der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen. Dabei stellte er klar, dass eine solche Koordinierungsaufgabe ausschließlich in die Hand von Ärztinnen und Ärzten gehöre und nicht etwa in die der Krankenkassen.
HK